Knapp unter einer Stunde geblieben

Beim 1. Lauf der Bramfelder Winterserie rund um den Bramfelder See hat es einen relativ schwachen Start für mich gegeben. Gerade einmal

Neuer Verein, neues Glück, bessere Leistungen?

Nachdem alles in allem das Laufjahr 2017 ein völliger Reinfall war, unter anderem mit den beiden schlechtesten Marathon-Beteiligungen aller Zeiten, wobei ich erst seit 2008 die Langstrecke laufe, so kann es im nächsten Laufjahr eigentlich nur noch besser werden. Noch schlechter? Eher nicht!

 

Woran hat es gelegen? Einerseits sicherlich der von mir selbst auferlegte Erfolgsdruck, zum Abschluss meiner Marathon-Laufbahn, von Karriere möchte ich eher nicht schreiben, den Hamburger im April, den Berliner im September mit einer völlig neuartigen und besten Zeit abzuschließend, andererseits aber auch die wiederholten Probleme mit meinen Vorderfüßen, die mir insbesondere in Berlin am 24. September Schwierigkeiten machten.

 

Im September 2017 endete sodann auch meine Teilnahme am ,,Run Your Personal Best". Der Kurs, geleitet von Carsten Hinz, B-Lizenztrainer, bereitete mir zwar sehr viel Freude, aber ... und das ist das Fazit letztlich ... keine neuen Bestzeiten. Sie wurden immer schlechter. Nicht, dass ich nun Kritik am Trainer äußere, das wäre vielleicht einer einfachste, aber nicht korrekte Weg.

 

Die beiden Fahrradunfälle im Februar und März 2016, die mit einer Landung auf der Straße und mit einem ,,Hämmern" im Oberschenkel/Kniebereich endeten, machen mir - trotz der langen Zeit seit des Geschehens - immer noch Probleme. Als würde mich jemand festhalten, frei laufen, einfach ... wie ein kleines Kind ... Strecken bewältigen, die ,,normal" sein sollten, es klappt einfach nicht. Die Strecken, ob lang oder kurz, sind für mich kaum bezwingbar. Zuletzt beim Köhlbrandbrückenlauf lief es bis Kilometer Neun gut, dann kam der Einbruch.

 

Und nun? Naja, das Laufen kann ich nicht neu erfinden, aber das Training anders gestalten. So beginne ich heute, am 11. Oktober 2017 beim Laufwerk Hamburg (Hoheluftchaussee) einen Tempolauf-Kurs, welcher jedoch nicht für Spitzenläufer gedacht ist. Eher für Läufer, die etwas werden wollen oder wieder etwas werden wollen. So zähle ich mich zu den Zweitgenannten. Mittwochs um 19:00 Uhr im Hamburger Stadtpark, eine halbe Stunde später als beim ,,Best"-Kurs. Sollten mir die Läufer/-innen dann doch zu langsam sein, könnte ich ,,upgraden" in den Kurs am Dienstag. Aber das nächste Vierteljahr ist jetzt - weiterhin - mittwochs mein Lauftrainig. Und mit neuen Einlagen, wurden diese doch jetzt noch ein bisschen verändert, so dass die Vorderfußprobleme dann hoffentlich der Vergangenheit angehören sollten.

 

Hamburg, 11. Oktober 2017

Zum sechsten Mal über den Köhlbrand

Überraschend gut verlief für mich die sechste Teilnahme am Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg, der traditionell seit sieben Jahren am Tag der deutschen Einheit veranstaltet wird. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde die Strecke etwas verlängert, und zwar um 300 Meter, so dass insgesamt 12,3 Kilometer zu absolvieren waren.

 

Bewährt hat sich auf Grund des hohen Andrangs die Hinzunahme einer dritten Startzeit, nämlich die um 09.00 Uhr. Für diese hatte ich mich auch angemeldet. Pünktlich wurde gestartet, es schien sogar die Sonne, als hätte sie es gewusst, dass lauffreudige Frauen und Männer die seit 1974 stehende Köhlbrandbrücke ,,bezwingen" wollten.

 

Mit meiner Endzeit von einer Stunde, zwölf Minuten und 27 Sekunden, so das offizielle Ergebnis erreichte ich bei den 2.712 gefinishten Männern 1665. Platz, nicht prächtig, aber immerhin einmal mehr nicht letzter. Insgesamt erreichten 4.544 Läuferinnen und Läufer das Ziel, Platz 2198 stand für mich am Ende zu Buche. Gegenüber dem Vorjahr habe ich mich zwar etwas verschlechtert, was die reine Laufzeit betrifft, dennoch die bereits in Berlin immer häufiger bemerkten Schmerzen in den Vorderfüßen aufgrund wohl ,,ausgelatschten" Einlagen besiegt. Bis Kilometer 9 verlief der Lauf sogar richtig prächtig, erst danach wurde mein Tempo deutlich langsamer.

 

Nun stehen zum Jahresabschluss nur noch die Winterlaufserie rund um den Bramfelder See auf dem Programm. Hier möchte ich gerne die 100 Kilometer bei fünf Teilnahmen ablaufen. Es wird schwer, das weiß ich wohl, aber nicht unmöglich, dieses Ziel zu schaffen. Was notwendig wird, sind neue Einlagen, damit ich diese Läufe dann auch problemlos durchziehen kann.

 

Hamburg, 03. Oktober 2017

 

Berlin-Marathon dank der Zuschauer gefinisht

Dank der unbändigen Anfeuerungsrufe der Berliner Zuschauer habe ich es in der Hauptstadt geschafft, meinen allerletzten Marathon zu finishen. Allerdings war ich schon kurz nach dem Start um 09:35 Uhr am Überlegen, ob ich überhaupt den 42,195 Kilometer langen Lauf zu Ende bringe. Irgendwie klappte gar nichts. Zudem machten wir die Schmerzen am Vorderfuß erheblich zu schaffen, so dass ich ab und zu trotz relativ guter Laufbewegungen plötzlich gehen musste. Naja, am Ende standen 5 Stunden, vierzehn Minuten und 47 Sekunden auf dem Ergebniszettel ... geschafft ... mein zwölfter und letzter Lauf über diese Distanz.

 

Berlin, 24. September 2017

 

Zweimal 194 Treppenstufen auf 6,8 Kilometer

Vorletzter Trainings-Wettkampflauf, diesmal in Hamburg-Harburg. Am 15. September wurde dort um 19:30 Uhr der 6,8 Kilometer lange 6. Lichterlauf gestartet, der das Teilnehmerfeld zweimal vom Kanalplatz durch mehrere Tunnel und Treppenbereiche durch die Harburger Innenstadt führte. Insgesamt musste man zweimal 194 Treppenstufen bewältigen. Mit handgestoppten 37:51 Minuten erreichte ich das Ziel, nicht glänzend, aber doch etwas erfolgreicher als wenige Tage zuvor beim 10-Kilometer-Alsterlauf.

 

Hamburg, 15. September 2017

 

Knapp unterhalb einer Stunde

Nur kurz: Knapp unterhalb der Stundenmarke lief ich beim 28. internationalen Alsterlauf ins Ziel. Für die zehn Kilometer, die in der Mönckebergstraße ihren Start nahmen und am Ballindam endeten, benötigte ich extrem schwache 59 Minuten und 23 Sekunden.

 

Hamburg, 11. September 2017

 

Und wieder eine Enttäuschung ... beim Airportrace!

Über ein 100 Minuten für 16,1 Kilometer beim 34. Airportrace um den Hamburger Flughafen, der seit diesem Jahr ,,Helmut-Schmidt-Flughafen" heißt. Aber viel besser wurde dadurch meine Zeit nicht, eher einmal mehr langsamer.  Nach 01:42:11 Minuten durchlief ich die Ziellinie auf dem Sportplatz der BSG Lufthansa.

 

Irgendwie läuft es in diesem Jahr überhaupt nicht. Möglicherweise bin ich zu verkrampft, zu ehrgeizig oder einfach nicht mehr in der Lage, meine Leistung zu verbessern, was angesichts der Teilnahme am Training im Kurs ,,Run Your Personal Best" eigentlich sehr traurig ist. Klar, nicht immer hat einen guten Tag, berufliche Komplikationen, Stress in einer anderen Art und Weise, auch Dinge, die möglicherweise gar nicht so eine große Rolle spielen, können einen runterziehen.

 

Dennoch bin ich eigentlich mit der Erwartung ins Rennen gegangen, die ohnehin schon schlechte Zeit aus dem Vorjahr zu unterbieten. Fünf Minuten benötigte ich weniger in 2016. Bis zum Kilometer 10 lief auch noch alles recht gut, ehe ich dann den total dramatischen Einbruch erlebte. Es lief gar nichts mehr, irgendwie kam ich kaum noch vom Fleck. Am Ende war ich enttäuscht über das Rennen, über mich, aber eben auch über die Tatsache, dass ich meinem Alter doch schon erheblichen Tribut zollen muss, wobei deutlich ältere Läufer und Läuferinnen problemlos und deutlich schneller das Ziel erreichten.

 

Hamburg, 05. September 2017