Gesundheitslauf und Skyline-Run

Gleich drei Rennen standen unmittelbar am Wochenende nach dem Berlin-Marathon auf dem Programm. Das erste, der 6,8 Kilometer-Rennen in der Harburger Innenstadt mit zahlreichen Treppenstufen über die Hauptstraßen, habe ich mit Blick auf den Himmel ,,sausen" lassen. Schlichtweg war es mir zu gefährlich, auf rutschigem Untergrund treppauf, treppab in der Dunkelheit zu laufen. Eigentlich schade, zumal ich die Teilnahme nach 2017 erneut kostenlos zugesagt bekommen habe. Nun gut, das Wetter kann man nicht beeinflussen.

Im Hamburger Stadtpark fand am Samstag, 22. September 2018, einmal mehr der Gesundheitslauf statt. Bereits vor zwei Jahren habe ich hieran teilgenommen, erneut über eine Distanz von fünf Kilometern quer durch den größten Hamburger Park. Gegenüber der ersten Teilnahme konnte ich dieses Mal sogar etwas schneller den Weg zurücklegen. Ganze elf Sekunden war ich diesmal früher im Ziel als in 2016. Im vergangenen Jahr musste ich wegen des Berlin-Marathons passen. Zahlreiche Menschen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Erneut wurden auf einer Messe Gesundheitsprodukte präsentiert. Das Ziel der Veranstalter ist, nicht nur für einen Verein Geld zu sammeln, sondern auch aufklären, wie man sich gesünder ernähren kann.

Zum ersten Mal überhaupt nahm ich am Hamburger Skyline-Run teil, veranstaltet von der Wilhelmsburger Feuerwehr,  und zwar von den Mitgliedern der Freiwilligen, die übrigens noch Mitstreiter sucht. Kontakt hier direkt an die FF Wilhelmsburg richten. Drei Rennen wurden am Sonntag Nachmittag gestartet. Vom Eingangsbereich des Energieberges in Hamburg-Georgswerder ging es enorm bergauf. Die ersten vier- bis fünfhundert Meter hatte ich das Gefühl, ich würde stundenlang für den Parcour benötigen. Erst nach und nach fand ich zu meiner Form. Diesjenigen, die mich haben stehen lassen, konnte ich in der Folgezeit überholen. Zunächst ging es rund um den Berg, dann über Serpetinen hoch bis auf die Lauframpe, von der man einen fantastischen Blick auf die Hansestadt hat. Kurz vor dem gewähnten Ziel ging es nach links zurück auf die Strecke, schließlich waren noch zwei Kilometer zu laufen. Also wieder bergab, dann eben, ehe es einmal mehr über Serpetinen zur Stahlgerüst, auf dem man sich die Umgebung anschauen kann, zurückging.

Tatsächlich war ich jetzt wieder in guter Form und durchlief die Ziellinie mit genau 30 Minuten (Bruttozeit). Gestoppt wurde vom Veranstalter nicht, so dass das Augenmaß entschied. Zur ,,Belohnung" gab es eine völlig neue Medaille, nämlich ein Stück aus einem ehemaligen Feuerwehrschlauch, der zu einem Quadrat zurechtgeschnitten und dem Motto ,,Skyline-Run" bedruckt wurde. Eine tolle Idee der Feuerwehrkameraden von der größten Elbinsel der Freien und Hansestadt Hamburg.

Während der Lauf trocken vonstatten ging, wurde ich auf dem Rückweg klitschnass, da ich mit dem Fahrrad von Sankt Pauli nach Georgswerder gefahren war.

Hamburg, 23. September 2018

 

Absolut  letzter  Marathon  ... Berlin war toll!

Das war´s! Mit meinem 13. gefinishten Marathon habe ich mich entschlossen, die Langstrecke, die Königsdisziplin in der Leichtathletik, über die bekannten 42,195 Kilometer, nicht mehr zu laufen. Der Marathon in Berlin, in dessen Rahmen der Olympiasieger von 2016, Eluid Kipchoge, einen neuen Weltrekord in 02:01:39 Stunden erlief, wird mein letzter gewesen sein, auch wenn man nicht vorschnell niemals ,,nie“ sagen soll.

Mit 05:26:08 Stunden erreichte ich nun weiß Gott nicht die Traumzeit. Damit erreichte ich den 26.123. Platz, in meiner Altersklasse den 2.107. Platz. Mit Sicherheit keine großartige Leistung, aber schon ab Kilometer 8 schmerzte meine Innenbandsehne am rechten Knie. Diese Schmerzen ,,dehnten“ sich auf das gesamte Knie aus, ehe sogar die Hüfte sich bemerkbar machte. Folge dieser war, dass ich vielfach schnell gegangen bin, letztlich wollte ich auf jeden Fall das Ziel erreichen.

Die ersten fünf Kilometer verliefen problemlos. 00:30:57 Minuten benötigte ich hierfür. Danach verschleppte ich das Tempo immer mehr. Waren es anfangs 9,69 km/h, so ging es über 8,13 km/h hin zu 6,80 km/h. Erst zum Schluss ,,drehte“ ich noch einmal auf und ,,rettete“ mich mit 7,24 km/h ins Ziel. Um 15:12:42 Uhr war der Marathon für mich Geschichte, freute mich auf mein Bier und verließ trotzdem mit etwas Stolz und der Gewissheit, trotz nicht ausreichendem Training in diesem Jahr, die 42,195 Kilometer bewältigt zu haben, den Veranstaltungsort.

Nach einem Laufseminar im März und der Teilnahme am Mega-Marsch im April (60 Kilometer) hoffte ich, durch ein vernünftiges Training im Sommer den Marathon in Berlin mit einem Ergebnis von unter fünf Stunden zu laufen. Doch der heftige Sommer hat mich oft veranlasst, das Training einfach mal bei Seite zu schieben. Auch die Mitgliedschaft in der Laufgruppe vom Laufwerk Hamburg hat sich nicht als vorteilhaft herausgestellt, da ich der Älteste dort war, das Tempo der anderen kaum mithalten konnte. Schon nach drei Monaten habe ich mich zurückgezogen. Irgendwie sollten es dann Läufe über acht, neun oder zehn Kilometer richten. Auch ein Halbmarathon war mal dabei. Erst auf Borkum (Ostfriesland) fand ich zurück in die Spur. Läufe von weit mehr als zehn Kilometer bereiteten kaum Probleme, die Temperaturen waren angenehm, das Laufen brachte wieder Spaß.

Im Anschluss des Urlaubes nahm ich am 10 Kilometer Lauf um die Außenalster teil, war überraschend schnell unterwegs und hoffte dadurch, auch in Berlin erfolgreicher als im Vorjahr zu sein, was jedoch nicht der Fall war. Schön in Berlin war einmal mehr der Frühstückslauf vom Schloss Charlottenburg bis in das Olympiastadion am Tag vor dem Marathon über knapp sechs Kilometer. Ein reichhaltiges Frühstück mit Berlinern und anderen kraftstärkenden Leckereien erwarteten die über dreißig tausend Teilnehmer an diesem traditionellen Event vor dem eigentlichen Höhepunkt des Wochenendes.