Es geht scheinbar langsam aufwärts

Völlig überraschend habe ich beim 5. Spreehafenlauf auf der Veddel unterhalb der Elbe eine recht gute Zeit erlaufen. Mit 01:13:43 Stunden blieb ich nur knapp unter dem Ergebnis der beiden ersten Veranstaltungen in 2013 und 2014. Im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung aufgrund fehlerhafter Anmeldung in den IGA-Park nach Wilhelmsburg verlegt, so dass hier nunmehr kein Vergleich angestellt werden kann, da dort nur 11,8 Kilometer gelaufen wurden.

Am Ende reichte es zwar nur zu Platz 92 bei den Männern, jedoch die Kilometerzeit von 5:25 Minuten im Schnitt macht Hoffnung. Vielleicht lag es auch daran, dass ich am Vortage mehrfach im Rahmen eines Fußballturnieres in meiner Heimatstadt Tornesch spurten musste. Jedenfalls fiel es mir insbesondere in der zweiten Runde recht leicht, einer deutlich schnelleren Läuferin zu folgen. Sie machte die ,,Pace", ich konnte das Tempo problemlos halten. Ausgangs der zweiten Runde jedoch brach sie ein, um mich zum Ende der dritten Runde dann aber doch ein- und zu überholen, so dass sie mir doch noch die ein oder andere Minuten abnahm.

 

Hamburg, 03. Juli 2017

 

Langsam wie nie - irgendetwas klappt nicht

Was war denn das? Bei meinem 33. Halbmarathon, gleichzeitig der 23. Hella-Halbmarathon in Hamburg, blieb ich völlig unter meinem eigenen Erwartungen. Für die 21,1 Kilometer benötigte ich nicht weniger als zwei Stunden, zwölf Minuten und fünfzehn Sekunden. So langsam war ich noch nie über diese Distanz.

Schon im Vorjahr - damals verletzungsbedingt nicht voll auf der Höhe - benötigte ich mehr als zwei Stunden, doch fast vier Minuten setzte ich diesem ohnehin schon enttäuschenden Ergebnis noch oben drauf.

Nicht ein einziges Mal konnte ich die von mir angestrebten 5:30 per Kilometer erlaufen. Den vierten und neunten Kilometer mit 5:37 bzw. 5:35 waren die besten Zeiten auf der eigentlich guten Strecke, die in diesem Jahr erstmals nicht zweimal über die Reeperbahn ging. Die Veranstalter ließen die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Landungsbrücken und Sündige Meile - zu bewältigen über die Helgoländer Allee - dieses Mal aus. Es ging bis zur Liebermannstraße von dort dann über die Elbchaussee zu den Landungsbrücken, danach wie gewohnt Baumwall, Wallringtunnel, Kennedybrücke, Sierichstraße bis zur Rothenbaumchaussee, wo gewohnt der Zielbogen durchlaufen wurde.

Da ich seit dem Marathon im April gemäß des Trainingsplanes von Carsten Hinzu langsam laufen sollte, habe ich natürlich keine neuen Rekorde erwartet. Doch die zwischenzeitlichen Gehpausen, die ich aufgrund mangelnder Kondition einlegen musste, machen wir doch Sorgen. Möglicherweise ist so ein Einbruch aber auch ganz gut, schließlich sind es ja noch über neunzig Tage bis zum Berliner Marathon. Nicht nur das Ziel, den zwölften Marathon zu bestehen, nein, auch das Ziel, mit einer neuen Bestzeit abzutreten, sollte daher nicht unbedingt in Gefahr geraten. Da vertraue ich meinem Trainer. Besser als 2015, als ich nach  über viereinhalb Stunden das Ziel erst erreichte, muss es in 2017 auf jeden Fall klappen. Wenn dann die Kondition auch stimmt.

Bis zum Berliner Marathon werde ich noch zwei Halbmarathons bestreiten, am 5. August zu nachtschlafender Zeit in der Hansestadt Rostock (diesen Startplatz habe ich gewonnen) und eine Woche vor Berlin, also am 17. September, in Hamburg Wandsbek, wenn der Halbmarathon zum vierten Mal veranstaltet wird. Davor habe ich auf meinem Programm noch den Spreehafenlauf (13,6 Kilometer), den Insellauf in Wilhelmsburg (12 Kilometer), den Flughafen-Run (16,1 Kilometer), den Alterlauf (10 Kilometer) sowie eine kurze Runde in Harburg im Rahmen des Nachtlaufes über fünf Kilometer.

 

Hamburg, 24. Juni 2017

 

41 Minuten und 24 Sekunden um die Alster

Mächtig pumpen musste ich bei der 13. Auflage des Nachtlaufes von Sportscheck Hamburg, welche am 16. Juni 2017 ausgetragen wurde. Wohlwissend, dass ich noch nicht bei 100 Prozent meiner Leistungsfähigkeit angelangt bin, so habe ich mich dennoch in den ersten Startblock begeben. Dieser sollte die beherbergen, die mit 36 Minuten und kürzer das Ziel in 7.500 Meter Entfernung erreichen.

Vielleicht war ich zu optimistisch, jedoch hatte ich eigentlich mit einer Zeit von unter 40 Minuten geplant, schließlich wurden es 85 Sekunden mehr. Mit 41:24 Minuten erreichte ich das Ziel. Insgesamt (alle Teilnehmer, ob männlich oder weiblich) langte diese Zeit für Platz 713. Ins Ziel kamen mehr Frauen als Männer, der Veranstalter freute sich über 2.212 Finisher.

Den ersten Kilometer absolvierte ich in 5 Minuten und acht Sekunden. Doch schon auf dem zweiten und dritten Kilometer erfolgte ein kleiner Einbruch mit 5:25 und 5:28. Bei Gegenwind konnten die weiteren Kilometer nicht schneller absolviert werden, einige Mitläufer jedoch erlangten urplötzlich die zweite Luft und so überholten mich Läufer und Läuferinnen, denen ich an guten Tagen eigentlich hätte wegrennen können. Erst auf dem letzten halben Kilometer gab ich noch einmal alles. Im Schlussspurt versuchte ich sodann noch den ein oder anderen stellen zu können, was mir erstaunlicherweise auch gelang. Naja, auch dieser Lauf, wie auch die folgenden Läufe sind alle Etappen auf dem Weg zum Marathon in Berlin am 24. September 2017.